Mandeln

Mandeln
Mandeln,
 
Tonsịllae, ringförmig angeordnete lymphatische Organe im Bereich des Übergangs von Mund- und Nasenräumen in den Rachen (lymphatischer Rachenring); Mandeln sind gekennzeichnet durch enge räumliche Beziehungen des zerklüfteten Oberflächenepithels (Krypten) zum unmittelbar darunter liegenden lymphatischen Gewebe; die Krypten bedingen eine enorme Oberflächenvergrößerung der Mandeln.
 
Im Einzelnen werden unterschieden: die paarigen Gaumenmandeln, die beiderseits zwischen den Gaumenbögen liegen; die am Dach des Nasen-Rachen-Raums hinter dem Zäpfchen liegende unpaare Rachen-Mandel sowie die am Zungengrund liegenden paarigen Zungenmandeln. Ferner befindet sich tonsilläres Gewebe im Bereich der seitlichen Rachenwand (»Seitenstränge«); es kann sich im Bereich der Mündung der Eustachi-Röhre zu einer großen Mandel verdichten. Gegen die Umgebung sind die Mandeln durch straffes, kapselähnliches Bindegewebe abgegrenzt. - Die Mandeln stehen im Dienst der Abwehr; sie enthalten Lymphozyten - teilweise in Form von Knötchen (Lymphfollikel), teilweise regellos verstreut -, die Antigene aufnehmen und dagegen Antikörper bilden. Durch ihre Lage können die Mandeln besonders früh auf über Nase und Mund eindringende Krankheitserreger reagieren.
 
Hier finden Sie in Überblicksartikeln weiterführende Informationen:
 
Immunsystem: Intelligenter Widerstand
 

Universal-Lexikon. 2012.

См. также в других словарях:

  • Mandeln — Gemeinde Dietzhölztal Koordinaten …   Deutsch Wikipedia

  • Mandeln [1] — Mandeln, 1) (Amygdale), platte, eiförmige, an einem Ende spitzige, mit einer braunen, bestäubten, gefurchten Haut überzogene, innen weiße Kerne der Steinfrucht des Mandelbaums; in zwei Hauptsorten: a) Süße M. (A. dulces), von angenehmen,… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Mandeln [2] — Mandeln (Anat., Tonsillae) 1) drüsenartige, aus angehäuften Schleimbälgen gebildete, länglich, runde, zwischen den vordern u. hintern Gaumenbögen (s. Gaumen) gelegene, bei Anschwellung auch äußerlich am Halse sichtbare Körper; 2) s.u. Gehirn I.… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Mandeln [1] — Mandeln, die Früchte des Mandelbaums (s. d.); in der Mineralogie und Geologie die mandelförmigen Mineralsekretionen in den sogen. Mandelsteinen (s. Mandelstein) …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Mandeln [2] — Mandeln (Amygdalae, Tonsillae), beiden Säugetieren ein Paar geschlossene Lymphdrüsen hinten in der Mundhöhle. Sie ragen mit ihrer freien Fläche in diese hervor und füllen den dreieckigen Raum aus, den die vom weichen Gaumen herabsteigenden… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Mandeln — Mandeln, die Früchte des Mandelbaums (s.d.); tropische M., s. Terminalia; grüne M., s. Pistazien; in der Anatomie (Tonsillen, Amygdălae, Tonsillae) zwei ovale drüsige Organe im hintern Teile der Mundhöhle, zwischen den beiden Gaumenbögen, machen… …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Mandeln [2] — Mandeln, in der Mineralogie die Ausfüllungen der Blasenräume gewisser Eruptivgesteine (Mandelsteine, s.d.) …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Mandeln [1] — Mandeln, die Früchte des Mandelbaums, entweder süß oder bitter. Beide Arten haben ein fettes Oel, die bittern noch ein flüchtiges Blausäure enthaltendes (vgl. Blausäure und Amygdalin). Die süßen werden bekanntlich beim Kochen, Backen und in der… …   Herders Conversations-Lexikon

  • Mandeln [2] — Mandeln od. Tonsillen (tonsillae), heißen in der Anatomie 2 ovale, aus vielen Schleimbälgen bestehende drüsige Körper, welche innerhalb der Rachenhöhle auf beiden Seiten zwischen dem vordern u. hintern Bogen des Gaumensegels liegen. Der von ihnen …   Herders Conversations-Lexikon

  • Mandeln (2) — 2. Mandeln, verb. reg. 1. Von Mandel, eine Zahl von funfzehen, als ein Activum. Das Scheitholz mandeln, nach Mandeln zählen. 2. Von Mandel, ein Haufe von funfzehen Garben, in der Landwirthschaft. 1) Als ein Activum, die Garben in Mandeln setzen.… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart


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